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Von Cienna MorganBearbeiten

Sonnenjunges lag auf der Seite, die Flanke hob und senkte sich schnell denn ihr Atem nahm mehr und mehr zu. Sie zappelte herum, doch hatte sie kaum Kraft sich aufzurichten, vor ihren Augen war es schwarz geworden. "Morgensee! Was soll das? Was fällt dir ein?" War das nicht Wasserglanz*? Sonnenjunges glaubte ihre Stimme zu erkennen, doch sie war einfach zu benebelt und zu schwach um etwas zu tun. Weitere Pfotenschritte näherten sich und sie hörte ihre Mutter erbost fauchen. "Lasst mich, was ich mit meiner Tochter" Sie spuckte dieses sonst so schöne Wort Wasserglanz* entgegen "mache ist meine Sache! Das geht euch nichts an!" Knurren ertönte, Sonnenjunges spürte wie sie etwas sachte am Nacken packte und hochhob, sie stöhnte kurz auf denn ihr Kopf brummte und ihre Muskeln taten weh. "Na komm, ich bringe dich weg von hier…" Das war definitiv Harzohr, die Kätzin(?) würde Sonnenjunges überall erkennen! Sie wollte protestieren, wollte sehen was Wasserglanz mit ihrer Mutter machte, doch augenblicklich erstarb dieser Gedanke als sie lautes Fauchen und kreischen hörte. Ihre Augen öffneten sich leicht, wurden größer und größer und sahen schließlich das Geschehen das für ihre Augen nicht bestimmt war. Braunpelz, welchen sie jetzt erst bemerkte, und Wasserglanz hatten sich auf ihre Mutter gestürzt, sie hatten sie zu Boden gedrückt und Morgensee schlug fauchend um sich. "Mama…!" Fiepte Sonnenjunges nur, sie war sprachlos. Doch in diesem Augenblick ging Harzohr los, erst langsam und dann immer schneller. "Keine Angst, sie werden ihr nicht weh tun." Lüge, doch das wusste Sonnenjunges ja nicht.

Harzohr ging weiter und rannte nun so schnell sie konnte, es hatte angefangen zu regnen und ihr Fell und das Sonnenjunges' war vollkommen durchnässt. Sonnenjunges spürte ihren Atem im Nacken, er ging schnell so wie ihr eigener auch denn immerhin hatte sie das gesehene noch nicht verarbeitet. Sie hob kurz die Stimme als ein kleiner Ast in ihr Gesicht schlug, sie hielt sich die Pfoten vor ihr Gesicht und wehrte die nächsten Äste erfolgreich ab. "Wir sind gleich da.." Harzohr sprach leise und gedrungen als wolle sie nicht bemerkt werden, doch von wem? Sonnenjunges kam zu dem Schluss das sie einfach so reden wollte. "Wo ist denn meine Mama…?" Das kleine Junge zitterte und hatte den Schweif eingezogen als Harzohr sie vor dem Lagereingang abgesetzt hatte, diese sah sie nur mitleidig an und stupste sie in das Lager hinein. Es waren nicht viele anwesend, die meisten schienen zu schlafen oder auf Patrouille zu sein. Gut für die beiden, denn so musste Harzohr nicht jedem erklären was vorgefallen war, das würde Nesselstern schon übernehmen müssen. "Na los, beeil dich kleines.." Sonnenjunges wurde voran geschoben und fauchte kurz, sie konnte immerhin alleine gehen! Auf wackeligen Pfoten tapste sie voran, immer weiter auf Nesselsterns Bau zu, doch wusste Sonnenjunges immer noch nicht was hier los war oder was Harzohr bei der Anführerin wollte. Sie traten in ihren Bau ein, sofort schlug ihnen warme Luft entgegen und glücklich legte sich das Junge auf den trockenen und warmen Boden der mit Efeu und Moos bedeckt war. "Nesselstern, ich muss mit dir reden!" Harzohr's Stimme war ernst geworden und die Anführerin hob misstrauisch den Kopf, ihr Augen funkelten in der Dunkelheit der Höhle*. "Was gibt es, Harzohr. Und warum hast du Sonnenjunges dabei?" Verwirrung spiegelte sich nun in ihren Augen wieder, Harzohr's Ohren zuckten immer wieder und sie schien unsicher zu sein. "Morgensee, sie hat versucht Sonnenjunges die Klippe hinunter zu werfen." Das Junge versteifte sich augenblicklich, was meinte Harzohr? Als ob ihre Mama das je machen würde! Natürlich hatte Morgensee ihr weh getan, aber sie war immer noch ihre Mama! Mit großen Augen blickte sie Nesselstern an welche sie ebenfalls geschockt ansah. Sofort stand die große* Kätzin auf und kam zu ihr herüber, schnupperte an ihr und begann sie trocken zu lecken. "Harzohr? Bring sie zu meiner Schwester Giftblick und lass sie dort, sie soll Sonnenjunges untersuchen… Ich werde dort später noch einmal vorbei sehen." Murmelte Nesselstern und sah der nickenden Harzohr nachdenklich nach, als diese das Junge am Nackenfell packte und ihren Bau verlies.

"Giftblick?" Harzohr nuschelte durch Sonnenjunge's Fell hindurch und hörte schon das Geraschel welches die Heilerin ankündigte. Diese schaute kaum einen Moment später hinter einem großen Haufen Kräutern hervor und blinzelte verwirrt als sie Harzohr und das Junge sah. "Was gibt es, was kann ich für euch tun?" Die Schwester der Anführerin trat zu den beiden Kätzinnen und setzte sich vor sie, Sonnenjunges musternd welche sich staunend im Heilerbau umsah. "Morgensee wollte sie die Klippe hinunter werfen…" Murmelte Harzohr so leise, das nur Giftblick sie verstand, deren Augen weiteten sich und sie nahm Sonnenjunges Augenblicklich am Nackenfell und hob sie in eines der großen Nester. Prüfend schlich sie um das Junge herum und schnupperte mal da und mal dort. "Was ist das da?" Interessiert spielte Sonnenjunges mit einem Blatt das von oben herunter gesegelt kam und auf ihrem Kopf gelandet war. Giftblick kicherte leise und stieß das Blatt sanft mit ihrer Pfote vom Kopf der jungen Kätzin. "Das ist Efeu, damit sind die Nester gepolstert und die Dächer unserer Höhlen verdichtet." Sonnenjunges nickte eifrig und beschnupperte das Blatt eifrig während Harzohr und Giftblick sich unterhielten. "Was meinst du mit 'die Klippe runterstoßen'?" Beide waren froh das Sonnenjunges nicht zuhörte, das Blatt war wohl deutlich spannender geworden. "Ich meine es wie ich es sagte. Sonnenjunges lag niedergeschlagen am Rand, ein weiterer Schlag und sie wäre tot gewesen. Wasserglanz hat sie jedoch entdeckt und ist dazwischen gegangen, Braunpelz hat ihm geholfen und ich habe mir Sonnenjunges geschnappt und bin gegangen. Morgensee…" Harzohr hielt inne. "Was ist denn jetzt mit meiner Mama?" Aus großen, unschuldigen Augen blickte Sonnenjunges zu den Kätzinnen auf. "Sie wollte dich töten." Erschrocken wich Giftblicks Blick zum Eingang der Höhle, Nesselstern stand dort. Diese hätte bis jetzt niemals geglaubt das eine ihrer Kriegerinnen so etwas grausames machen könnte, noch dazu bei ihrem eigenen Jungen. In ihrem Blick lagen Wut, Trauer und Enttäuschung auf Morgensee der sie dies nie zugetraut hätte. Sonnenjunges hatte aufgehört mit dem Blatt zu spielen. Die großen Augen waren weit geöffnet, Tränen spiegelten sich darin wieder. Ihr kleines Maul öffnete sich langsam und zu erst kam nur ein stottern heraus, dann "Töten?". Sie konnte es nicht glauben, wenn selbst Nesselstern das sagte musste ja etwas wahres daran sein... Oder?

"Es tut mir leid, Sonnenjunges…" Nesselstern streckte die Pfote aus als sie neben dem Jungen saß und zog es zu sich. Vorsichtig leckte sie die kleinen Tränen von Sonnenjunges Wangen welche sich ihren Weg aus ihren sonst so strahlend Blauen Augen gebahnt hatten. "Nicht weinen… Jemand wie Morgensee hat es nicht verdient wenn man ihr hinterher weint.." Kurz darauf sah Nesselstern erstaunt auf das Junge herab welches sie nun wütend anfunkelte. "Sie ist immer noch meine Mama!" Nesselstern konnte nicht verstehen warum Sonnenjunges ihr immer noch nachweinte nach dem Morgensee ihr so etwas angetan hatte. Seufzend wand sie sich Giftblick und Harzohr zu. "Ich werde sie adoptieren und mit zu mir nehmen. Sie braucht eine Mutter." Murmelte sie und nahm das immer noch erboste Junge am Nackenfell hoch. Augenblicklich wurde Sonnenjunges still und wunderte sich ein wenig. Adoptieren? Was sollte denn das heißen? "Danke das du sie hergebracht hast, Harzohr. Und danke auch dir Schwester." Die beiden Kätzinnen nickten und Nesselstern begab sich mit Sonnenjunges in ihren Bau. Kaum dort angekommen war Sonnenjunges Zorn verschwunden und staunend sah sie sich im großen Bau um. Sie grub die kleinen Krallen in den Boden und schnupperte an dem frischen Moos und dem Thymian der dort vor kurzem gelegen hatte. Nesselstern beobachtete sie vergnügt und schnurrte leise, schon lange mochte sie Sonnenjunges, sie war offen und freundlich und hatte eine Mutter wie Morgensee nicht verdient. "Sonnenjunges..?" Das kleine Junge drehte sich um und sah Nesselstern aus großen Augen an. "Ja?" Fiepte sie leise. "Würdest du mich denn als Mutter akzeptieren?" Sonnenjunges blinzelte verdutzt. "Akzeptieren?" Nickend sah die Anführerin zu ihr und wartete geduldig ab. "Ich…" sie zögerte "ich denke schon." Sie tappste auf Nesselstern zu und legte sich an ihre Brust und zwischen die großen Pfoten die Nesselstern auf dem Moos liegen hatte. Diese leckte vorsichtig über die Ohren ihres Jungen und schnurrte leise bis Sonnenjunges eingeschlafen war, das lies auch nicht lange auf sich warten.

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