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MissJaegerschnitzelBearbeiten

In der Höhe war die Nachtluft viel kälter und schwerer als sonst und die Nacht war dunkel. Nicht ein einziger Stern leuchtete am Himmel, nur der Mond. Alleine. Wie Sonnenjunges. Der Wind streichelte ihren noch undichten Pelz und sie fröstelte. Sie lag dort, auf dem eisigen Boden, er war hart. Hart wie ihr bisheriges Leben. Wie sehr sie sich wünschte jetzt an ihrer Mutter zu liegen, sich an sie zu schmiegen und ihre Nase in den wärmenden Pelz ihrer Mutter zustecken. Ihre Mutter, die sie liebte. Aber es war ein ferner Traum. Zum Greifen nah. Ein Traum, der grade vor ihren Augen vollständig verblast ist. Sie wollte ihre Augen nicht öffnen, ihr Kopf brummte. Sie spürte ihren Fuß nicht mehr, ein Hauch von Hoffnung war einfach verschwunden. War sie tot? Hatte der Sternenclan sie auch verstoßen? Sie hörte Leise Stimmen, sie flüsterten beinahe. Wer redete den in der Nacht so leise? Waren es die verstorbenen Krieger von denen die Ältesten Geschichten erzählten? Nein! Sie erkannte die Stimme von Krieger1*. Was machten sie denn hier? Sie sollten Morgensee nicht wehtun, sie war trotzdem ihre Mutter und Sonnenjunges könnte sie niemals hassen… oder doch? Sie hatte versucht sie umzubringen, von der Klippe zu stürzen. Vielleicht hatte sie so viele Wunden davon getragen, dass sie niemals mehr Kriegerin werden könnte. Sie schluckte bei dem Gedanken, vielleicht träumte sie nur. Hoffentlich. „Mama…?“

»Was ist in dich gefahren? «, das aggressive Fauchen konnte nur von Krieger1* stammen. Niemand hatte so eine ruhige aber dennoch gefährliche Stimme. Unverwechselbar. Es stand fest: Das hier war kein Traum und es versetzte Sonnenjunges ein Stich ins Herz. Die Realität tat ihr weh. Warum ausgerechnet sie? Sie öffnete langsam ihre Augen, ihre Lider waren so schwer. Sie wäre lieber gestorben, als weiter zu leben. Alle Blicke richteten sich auf sie, sie brannten sich durch ihr Fell bis zu ihrem Herzen. Krieger1* war nicht alleine, sie erkannte nur Krieger2* und noch zwei andere, die sie nicht identifizieren konnte und natürlich Morgensee. Sie versuchte in ihre Augen zu blicken doch Morgensee wandte sich kalt ab:» Guck mich nicht an, Abschaum! «  In ihren Augen spiegelte sich der Hass, er war nicht zu Bändigen. Ungezügelt und groß, hatte ihre Mutter zu so etwas verholfen. »Morgensee! «, fauchte Krieger3*, die Hoffnung in seiner Stimme war kaum überhörbar. Diese Hoffnung, Morgensee zur Vernunft zu bringen. Die Stimmung war bedrückend und trieben Sonnenjunges Tränen in die Augen.

Morgensee fing an hysterisch zulachen, es war kein Lachen was man aus Freude lachte. Nein, es war eins um die eigene Angst zu überspielen. »Morgensee, verdammt! Beruhig dich! «, Krieger3*‘s Ton war eindeutig schärfer und traf Morgensee hart. Schlagartig kriegte sie sich wieder ein. Langsam hatten Sonnenjunges sich wieder gefasst und erkannte auch Nesselstern, die sich schützend vor ihr platziert hatte und mit spöttischem Blick Morgensee betrachtete. „Morgensee, antworte!“, Ihre Stimme zerschnitt die Nacht und Morgensee zuckte zusammen. „Warum sollte ich?“, Sonnenjunges‘ Mutter schritt auf Nesselstern zu und starrte ihr kalt in die Augen. Aber freundlicher als sie Sonnenjunges jemals angeguckt hatte. Ihre eigene Mutter. „Ihr Mäusehirne!“, sie holte Luft, aber ihre Stimme war standfest, wohl sie panisch war. Man merkte ihr an, wie warm ihr war. Morgensee’s Schnurrhaare spielten im Wind während sie hechelte, sie war atemlos, ohne Erklärung. Sie holte nochmal Luft, ihre Flanke bebte. Sie war wütend, das war nicht zu übersehen. „Ihr habt doch keine Ahnung!“, fauchte sie anschließend, „Ihr…habt…keine Ahnung! Ich… ES hat mein Leben zerstört, ihr seid so dumm! So dumm!“ Sonnenjunges fuhr zusammen als Morgensee bedrohlich mit der zuckende Schweifspitze auf Sonnenjunges deutete. Sie holte nochmal tief Luft und öffnete ihren Mund um noch mehr rauszuholen, doch sie hatte keine Kraft. „Morgensee, das ist absurd. Das Glück…was man empfindet…“, Krieger2*‘s Blick ruhte auf Morgensee und wechselte schließlich auf Sonnenjunges, das sich immer mehr hinter Nesselstern versteckt hatte. „Wenn… man sein eigenes Junges sieht ist unaussprechlich.“ Morgensee funkelte ihn böse an und raffte sich wieder auf ihre wackeligen Beine. Sie fauchte, es war laut. Lauter als sonst. Panik, sie fauchte ihre Angst hinaus. Der Wind solle sie mitnehmen und das tat er. Morgensee sprang ohne zu zögern Krieger2* an. „Und jetzt gibt mir mein Junges!“, schrie sie, schrill. „Morgensee!“, Nesselstern’s strenger Unterton war ungewohnt, sogar Morgensee hätte das nicht erwartet. Sonnenjunges verstand es nicht, sie wollte es nicht verstehen! Sie machte sich kleiner und drückte sich ängstlich gegen eine Felswand. Hinter den Bergen, die sich hinter den weiten der Wälder hervorhoben stieg schon die Sonne an. Brachte die Wärme mit sich, die Sonnenjunges so gerne in ihrem Leben gehabt hätte. Ein neuer Tag hatte begonnen in ihrem armseligen Leben begonnen. Krieger2* blutete ein wenig unter dem Augen, aber es stoppte schnell. Verstört betrachtete Sonnenjunges alle. Bis ein kalter Regentropfen ihre kleine Nase berührte und sie ablenkte. Einige folgten und gruben sich unangenehm in ihr helles Fell. Der Himmel verdunkelte sich und jeder Regentropfen brachte ein Stück Hoffnungslosigkeit mit sich. Morgensee fuhr Nesselstern an und ihre Krallen streifen ihre Flanke. Sonnejunges salzige Tränen vermischten sich bei dem Anblick mit der zerfallenden Hoffnung. „Mama, warum tust du das?“, schrie sie, schmerzvoll und leiderfüllt. Doch Morgensee würdigte sie keines Blickes, ignorierte sie. „Mama, hör auf!“ Morgensee schlug auf den Boden auf und krachte neben die Felswand. Ihre Flanke bewegte sich auf und ab, ihre Seelenspiegel schlugen sich auf und Sonnenjunges erhaschte einen liebevollen Blick – zumindest hätte sie sich einen gewünscht – er war immer noch so dunkel, dunkel wie noch nie. „Ich bin nicht deine Mutter!“, ihre Stimme war komisch verzerrt als sie aufstand und Sonnenjunges mit der Pfote von sich weg stieß. Sonnenjunges rollte, schlug immer wieder mit dem Hinterkopf auf den Boden und merkte wie sie dem düsteren Abgrund  immer näher kam, der nach ihr griff. Abgrubt blieb sie stehen, wo war der Schmerz, wenn man auf dem von morgentau bestäubten Rasen fiel? Sie erkannte Nesselstern. Die sie warm anguckte. „Ich denke wir sollten geh-„ „Erst wenn dieses Blag tot ist!“, fauchte Morgensee doch erhaschte nur ein verachtendes Kopfschütteln der kleinen Gruppe. 

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